Philipp Heerwagen A-Z

A: Aberglaube

Ich denke, es gibt kaum einen Fussballer, der nicht zumindest ein wenig
abergläubisch ist! In meinem Fall sind es zwar nur Kleinigkeiten, wie z.B.
zuerst den rechten Handschuh anzuziehen oder direkt vor dem Spiel als
Letzter die Kabine zu verlassen, jedoch sind diese Dinge wichtig für mich.

B: Bayern München
Bis jetzt meine vorletzte Station meiner Karriere. Hier durfte ich in meiner
Jugend von 1997 bis 2001 vier sehr, sehr schöne und erfolgreiche Jahre als Fussballspieler verbringen. Ich spielte hier in den verschiedenen Jugendmannschaften und wurde in dieser Zeit deutscher B-Jugendvizemeister und deutscher A-Jugendmeister.

C: Computer
Auch an mir geht der technische Fortschritt nicht spurlos vorbei, so kann ich einen PC und ein Laptop mein „Eigen“ nennen. Zu einigen Freunden im Ausland pflege ich regen E-mail-Verkehr.

E: Eltern
Ohne sie wäre ich nie so weit wie ich bin. Das mag sich zwar ein wenig abgedroschen anhören, ich kann es aber nur bestätigen. Nicht nur die Fahrerei zu Spielen und Training in meinen Anfängen war ohne sie natürlich nicht zu meistern, sondern auch um Trost und Motivation zu geben, waren meine Eltern immer für mich da. Deshalb bin ich ihnen an dieser Stelle sehr zu Dank verpflichtet.

F: Freunde
...sind für mich sehr wichtig! Sie kennen einen meist sehr gut und können bei schwierigen Fragen und Entscheidungen zur Seite stehen. Da man leider selbst erst erkennt, wer ein richtiger Freund ist, wenn es einem selber sehr schlecht geht, ist mein Freundeskreis relativ klein.

Fans
Das Thema Fans ist bei uns in Haching ein schwieriges Thema, da wir nicht bei jedem Spiel ein ausverkauftes Stadion haben, jedoch ist das Besondere an unseren Fans, dass diese verhältnismässig Wenigen stets treu zum Verein stehen.

G: Geschäft
Mein Vater gründete vor einigen Jahren eine „Schule für Sicherheit“, welche ihren Sitz in München hat. Ich hoffe, dass ich eines Tages in seine Fußstapfen treten und die Firma leiten darf. Bis ich sämtliche Prüfungen dafür bestanden habe, wird jedoch noch eine gewisse Zeit vergehen. Sollte ich mich also mal sehr schwer verletzen, so dass ich nicht mehr spielen kann, habe ich damit eine Art zweites Standbein.

H: Haare
Ich bin bekannt für extreme Variationen in Sachen Frisur. Sicherlich polarisiere ich damit, was mich aber nicht weiter stört. Derzeit trage ich noch lange Haare, was aber morgen auch schon anders sein kann.

J: Japan
...ein Land, das mich absolut fasziniert! Die verschiedenen Sitten und Gebräuche würde ich gerne besser kennenlernen und Land und Leute erleben. Leider habe ich es noch nicht geschafft, nach Japan zu reisen, was ich aber hoffe, in der nächsten Spielpause nachholen zu können.

K: Kinder
Ich möchte – eher lieber später – einmal Kinder haben.

Kelheim
Das ist mein Geburtsort in Niederbayern. Dort lebte ich, bis ich 1987 nach Unterhaching kam. Meine Verbindung nach Kelheim ist sehr stark, da wir dort noch ein Haus haben und ich an freien Wochenenden bzw. an freien Tagen gern zum Ausspannen dorthin fahre.

M: Musik
Ohne Musik geht bei mir gar nichts! Ständig läuft zuhause die Anlage. Morgens komme ich ohne das aufgedrehte Radio gar nicht aus dem Bett. Gerade unterwegs bin ich mit meinem ipod gut mit Musik versorgt, was lange Busfahrten einigermassen erträglich macht.

N: Nachtleben
Da wir am Wochenende immer spielen, kann ich so gut wie nie mit meinen Freunden abends ausgehen. In München ist es aber durchaus auch möglich, mal unter der Woche gemütlich etwas trinken zu gehen, wenn es der Trainingsplan zulässt. Am liebsten treffe ich mich in Bars und Clubs, welche in München nicht so bekannt und somit nicht so überlaufen sind.

Niederlagen
Leider kommen in einer Karriere öfter auch mal Niederlagen vor. Das Gefühl nach einem verlorenen Spiel ist unbeschreiblich mies. Noch Stunden oder sogar Tage nach dem Spiel geht mir so was nicht aus dem Kopf. Ich glaube, es gibt für dieses Gefühl kaum etwas Vergleichbares, jedoch kann man aus jeder Pleite etwas dazulernen. Dies hilft einem vielleicht, Fehler abzustellen.

O: Leider habe ich nur noch eine Oma, sie wohnt im fernen Lübeck. Schon von jeher ist es für mich „Pflicht“, jeden Sommer zu ihr zu fahren und es mit bei ihr gut gehen zu lassen. Dazu kommt, dass ich mich in Lübeck sehr heimisch fühle und am nahe gelegenen Meer Ruhe finden kann.

P: Politik
Meiner Meinung nach sollte jeder eine politische Meinung haben, wenn er noch keine hat, sollte er sich informieren und eine bilden. Leider ist Politik für viele in meinem Alter nicht interessant, obwohl es für jeden wichtig sein sollte, von wem und vor allem, wie man regiert wird.

R: Rainer Berg
...ist mein derzeitiger Torwart-Trainer, mit dem ich jetzt schon seit einiger Zeit erfolgreich zusammen arbeite. Mit ihm habe ich das grosse Glück, von jemandem trainiert zu werden, der zum Einen vor nicht allzu langer Zeit noch selbst im Tor stand und zum Anderen Neuem gegenüber sehr offen ist und sehr praxisorientiert trainieren lässt. Er lässt Erfahrung und Modernes sehr gut ins Training einfliessen.

S: Sportpark
Schon immer war der Sportpark meine sportliche Heimat. Wenn ich mir Bilder von den Anfängen des Stadionbaus bis hin zu dem heutigen schönen Schmuckkästchen ansehe, werde ich schon ein wenig melancholisch. Mit all den Jahren und vor allem seit dem Bundesligaaufstieg wurde das Stadion immer grösser und komfortabler.

Schwester
Ich habe nur eine grosse Schwester, was manchmal auch völlig ausreicht ;-)! Sie ist sechs Jahre älter als ich und lebt als Schauspielerlin seit längerer Zeit in Berlin. Da wir so weit auseinander wohnen und sie viel unterwegs ist, sehen wir uns leider nicht so oft, aber immer wennsie in München ist, kommt sie mich besuchen.

T: Telefon
Einerseits ist das Telefon oder Handy manchmal sehr nervig, aber andererseits auch absolut praktisch. An manchen Tagen kommt es vor, dass ich mein Handy einfach ausschalte. Ich hatte mir auch schon überlegt, ganz ohne ein Handy auszukommen, aber es kann im Notfall ungemein wichtig sein, was ich erst vor kurzer Zeit erfahren durfte.

U: Unterhaching
Seit 1987 wohne ich nun in meiner jetzigen Heimat Unterhaching. Klein aber fein und ein wunderbarer Ort, um dort zu leben. 1989 wurde ich als kleiner Junge Mitglied bei der SpVgg, der ich als aktives oder zeitweise passives Mitglied stets treu geblieben bin.

V: Vertrauen
Eine sehr wichtige und sensible Sache für mich. Ohne richtige Vertrauenspersonen lässt es sich nur schwer leben. Vertrauen fängt aber schon bei mir selber an, das sogenannte Selbstvertrauen. So etwas kann man sich nur im Training (siehe xtra Training) oder Spiel erarbeiten. Gerade auf meiner Position spielt das eine wichtige Rolle.

W: www
Gerne surfe ich ab und zu im Internet, um mir Informationen aus bestimmten Bereichen herauszuziehen oder auch aktuelle Nachrichten nachzulesen. Auch meine Bankgeschäfte wickle ich gerne online ab und bestelle Kino- und Theaterkarten.

X: xtra Training
Um grosse Ziele zu erreichen, kommt man um eine Sonderschicht ab und zu nicht herum. Manchmal ist es schwer, sich dafür zu motivieren, wenn ich aber danach Fortschritte feststellen kann, weiss ich, wofür ich trainiert habe.

Y: Yamaha
Mein Motorrad habe ich mir im Sommer 2004 zugelegt. Es ist eine Yamaha YZF-R6, die ich leider wegen meines vollen Trainingsplans nicht sehr oft fahren kann. Am liebsten mache ich mit ein paar Freunden kleine Touren an die umliegenden bayrischen Seen.

Z: Zivildienst
Im Jahr 2003 habe ich meinen Zivildienst erfolgreich beendet. Erfolgreich deshalb, weil ich viele Erfahrungen machen konnte, die ich nicht missen möchte. Gerade was den zwischenmenschlichen Bereich angeht, habe ich in dieser Zeit sehr viel dazugelernt!

Ziele
Kurzfristig möchte ich verletzungsfrei bleiben und so viele gute Spiele wie möglich machen, um im Spielbetrieb Erfahrungen zu sammeln. Ich denke, dass da die 2. Liga zunächst kein schlechter Anfang für einen jungen Torhüter ist. Mittelfristig wäre es schön, noch einmal für Deutschland (U21) zu spielen, was voraussetzt, dass ich regelmässig gut spiele. Langfristig ist natürlich mein Ziel, mich in der Bundesliga zu beweisen und durchzusetzen. Ich denke, dass dieser Gedanke eine sehr gute Motivationshilfe an schweren Trainingstagen sein kann.