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Kolumne - 24.10.2007
Hallo Fans,
zum ersten Mal schreibe ich Euch aus meinem neuem
„Zuhause“ im Ruhrgebiet. In letzter Zeit hatte ich
viel damit zu tun, mich hier richtig einzuleben und
vor allem meine neue Wohnung heimisch zu machen. Die
letzten Umzugskisten sind jetzt im Keller
verschwunden, und nach der Küche tauchen auch immer
mehr Möbel in meiner neuen Bleibe auf. Ich muss aber
sagen, dass mir das Einleben sehr leicht gefallen
ist, da ich hier bisher nur hilfsbereiten und
aufgeschlossenen Menschen begegnet bin bzw. kennen
gelernt habe. Natürlich ist es eine andere Umgebung
und eine andere Mentalität, aber ich kann sagen,
dass es nicht schwerer geworden ist, - im Gegenteil,
das Offen-Aufeinander-Zugehen hat mir das Einleben
in Bochum sehr erleichtert. Ich wurde von der
Mannschaft, den Fans und dem Umfeld sehr gut
aufgenommen und fühle mich hier sehr wohl. Trotz
allem wird München immer meine Heimat bleiben (und
das würde auch ein Bochumer Junge sagen, wenn er
nach München geht, dass man seiner Herkunft treu
bleiben sollte), doch Bochum ist jetzt mein neues
„Zuhause“, und das ist auch gut so!
Ich möchte an dieser Stelle auf einen tollen
Scudetto-Abend von und mit Ben Redelings
zurückblicken. Das ist schon eine tolle Geschichte,
Fußball und Fußballkultur unter einen Hut zu bringen
und in zwei Halbzeiten zu packen. Ich kannte so
etwas zuvor noch nicht und wusste nicht, was mich
dort erwarten wird. Im Nachhinein war es ein toller
Abend in lockerer Atmosphäre und guter Stimmung.
…Besonders die Texte über die Hochzeit Christoph
Daums oder die Geschichte von Kevin und seiner
Freundin (die Leute, die anwesend waren, wissen
wovon ich spreche)… Mir hat es auf jeden Fall sehr
gut gefallen, dort mitwirken zu können, und ich
denke, den Besuchern des Abends hat es ebenso Spaß
gemacht. Also Ben, mach weiter so, und ich wünsche
dir für die Zukunft mit „Scudetto“ alles Gute!
Ich möchte hier auch den Fans aus dem Sportpark
danken, die mich nicht vergessen haben. Nicht nur
denen, die sich in meinem Gästebuch verewigen,
sondern auch denen, die mir nach meinem Wegzug bei
Kurzbesuchen in München begegnen. So mancher wird
sich an eine spontane H.U.M.B.A. erinnern. Wie auch
immer, es ist schön, nicht so schnell in
Vergessenheit zu geraten.
Last but not least -wie man so schön sagt- möchte
ich meinem Ausrüster Reusch danken, der sich sehr um
eine weitere Partnerschaft mit mir bemüht hat. Ich
wünsche mir, dass ich dieses Engagement bald
rechtfertigen kann.
Also, das soll`s für heute „erstmal gewesen sein“,
und ich hoffe, wir sehen uns spätestens zum nächsten
Heimspiel gegen die „Wölfe“, … wenn nicht schon bei
den schweren Auswärtsspielen in Berlin und Aachen!
Mit sportlichen Grüßen!
Philipp
Kolumne - 02.02.2007:
Hallo Fans,
wieder einmal wende ich mich nach längerer Zeit an
Euch. Zuerst hoffe ich, dass Ihr die fußballfreien
Wochen gut überstanden habt und nun wieder voll
„gierig“ auf Fußball seid. Nun, aller Anfang ist
schwer, und das ist wohl das passende Zitat zu
unserem Start. Aber eins nach dem anderen: Zuerst
stand zu Beginn des neuen Jahres das alljährliche
Wintertrainingslager an. Nachdem diese Winterpause
noch kürzer war als je zuvor, war dies quasi der
direkte Start und zugleich der Abschluss der
Wintervorbereitung auf die Rückrunde 2007. Die
Bedingungen waren optimal, und die absolvierten
Trainingseinheiten und Testspiele wurden
konzentriert und mehr oder weniger erfolgreich
absolviert. Was ich leider von mir nicht so
behaupten konnte. Irgendwie leicht kränkelnd, konnte
ich mich nicht optimal auf das neue Jahr
vorbereiten. Doch mittlerweile komme ich nun gut
rein und versuche wie jedes Jahr, dem Wintereinbruch
zu trotzen und mit meinem Torwarttrainer ein gutes
Training durchzuziehen.
Nun sind die ersten beiden Spiele getan, und wir
müssen bilanzieren, dass wir uns unseren hohen
Aufwand nicht entlohnt haben. Ich denke, dass das
Spiel gegen Aue mit den Heimspielen gegen Hansa
Rostock und Karlsruhe zu vergleichen ist. Zum
anderen Spiel in Duisburg ist als erstes zu
erwähnen, dass wir zweimal nicht unsere Führung
verteidigen konnten und somit es auch wohl nicht
verdient hatten zu gewinnen. Ich wurde einen Tag
nach dem Spiel gefragt, ob meine
Schiedsrichterkritik in einem Fernsehinterview
direkt nach dem Spiel nicht zu harsch ausgefallen
sei. Ich habe mir das Spiel noch einmal auf DVD
angesehen und darf behaupten, dass meine Kritik noch
recht sanft ausfällt. Natürlich ist der
„Unparteiische“ nicht schuld, dass wir das Spiel
nicht zu unseren Gunsten drehen konnten, ABER wenn
man bedenkt, dass eine Mannschaft wie Duisburg (die
auch von ihren Standardsituationen lebt) so fast
jeden Freistoß bekommen hat, war die
Wahrscheinlichkeit schon höher, ein Tor zu fangen.
Drei von vier Standardgegentoren sind aus
zweifelhaften Entscheidungen des Schiedsrichters
gefallen. Dazu kommen haarsträubende Entscheidungen
!innerhalb! des gegnerischen Strafraums oder die von
mir nicht zu kommentierenden Aktionen das Duisburger
Kollegen um die 80. Minute. Ich unterstelle
niemandem, dass jemand zugunsten eines Vereins
pfeift, aber dann muss ich mich doch fragen, ob
jemand es schlicht und einfach nicht besser kann.
Deshalb wäre ich für einen Profi-Schiedsrichter, der
sich wenigstens fünf Minuten auf das Spiel
vorbereitet (auch wenn „nur“ Haching spielt!!) Oder
stellt sich eine „Ja, mit den kleinen Hachingern
kann man´s ja machen“- Mentalität ein? Ich hoffe es
nicht, da wir noch einige Auswärtsspiele bei den
sog. Großclubs bestreiten müssen. Dieser Trend, den
ich seit Jahren nicht nur bei Auswärtsspielen
beobachte, wird sich hoffentlich nicht zur Rückrunde
bestätigen!
Nun steht wieder ein Heimspiel an, in dem die Truppe
unter einem riesigem Druck steht, denn eines ist
ganz klar: der Klassenerhalt kann nur mit einer
Heimserie geschafft werden, und damit muss am
Sonntag unbedingt angefangen werden! Jetzt kommt mit
Freiburg natürlich nicht irgendein Gegner in den
Sportpark, sondern eine Mannschaft, die unter ihren
Verhältnissen platziert ist.
Ich hoffe, Ihr macht Euch am Sonntag selber ein Bild
und kommt in den Sportpark zu Unterhaching.
Viele sportliche Grüße!
Euer Philipp
P.S.: Spezielle Genesungswünsche an „Liesl´“
(unsere Waschfrau und vor allem gute Seele der
Mannschaft). Hoffentlich bist Du bald wieder an
Bord, denn die Mannschaft braucht Dich!
Kolumne - 07.06.2006:
Hallo Fans,
etwas verspätet
melde ich mich zum letzten Mal für diese Saison,
bevor es auch für mich in den Urlaub geht. Wie
schnell es im Fußball bzw. in der 2. Liga gehen
kann, habt Ihr Hachingfans wohl am härtesten
erfahren müssen. Anfangs der Rückrunde sah es
recht gut für uns aus: 37 Punkte zu einem
Zeitpunkt, an dem noch die Möglichkeit bestand,
30 Punkte zu holen. Bei einer Zielvorgabe „40“
denkt man schnell, das Ziel schon erreicht zu
haben. Ein Trugschluss, wie ich es in meiner
letzten Kolumne schon angedeutet hatte! Die
Mannschaften von unten wie Saarbrücken und
Dresden bekamen einen so genannten Lauf und
punkteten wie am Fließband. Von Offenbach ganz
zu schweigen, die nach ihrem Trainerwechsel kaum
ein Spiel sieglos beendeten! So etwas war uns
auch noch wohl vertraut zum Ende der Hinrunde
und am Anfang der Rückrunde. Leider konnten wir
diese Serie , welche uns damals erst am Leben
hielt, nicht bis zum Ziel durchhalten. Der
weitere Verlauf ist jedem bekannt, und als alle
glaubten, nach dem Derbysieg sei alles in
trockenen Tüchern und in Braunschweig werden wir
mit Gottes Hilfe schon was holen, wurden wir für
unsere Leichtgläubigkeit zum letzten Spieltag
noch einmal vor eine harte Probe gestellt!
Durch die harte
Trainingsarbeit jedes Einzelnen wurde aber
letztendlich die Mannschaft für ihr Tun zu Recht
belohnt! Jetzt ist es an der Zeit, sich bei ein
paar Leuten zu bedanken, welche uns die Saison
über stets begleiten und unterstützen. Ich habe
ja nach dem Spiel gegen Bochum versucht, mich
bei allen Fans von der Südtribüne mittels
„erhöhter Position“ und Megaphon zu bedanken.
Leider habe ich
mitbekommen, dass das wegen akustischer Probleme
nicht ganz so rübergekommen ist wie ich mir das
dachte. Also DANKE nochmals Südtribüne für die
Unterstützung im Stadion bzw. bei
Auswärtsspielen. Leider konnten wir nicht immer
den tollen Fußball zeigen, den wir öfters
angedeutet haben ABER Platz fünf in der
Heimtabelle , zwei Derbysiege und das Ziel:
Klassenerhalt sollten doch dafür entschädigen
und Grund genug sein, weiter ins Stadion zu
kommen und die Mannschaft zu unterstützen!
Mein persönlicher
Dank geht auch an die Leute im Hintergrund,
welche !Tag und Nacht! für die Mannschaft da
sind wie Lies`l, unsere Waschfrau und gute
Seele; Nelly, die uns immer spätestens zum
Spieltag fit bekommt; Wolfi, unser stets
schlecht gelaunter Betreuer ;-) und die zwei,
die auch sehr nah an der Mannschaft sind:
Christian und „Schorsch“, die unsere
medizinische Abteilung komplettieren! Einen
hätte ich wie jedes Jahr fast vergessen, der
seinen Job bei der Mannschaft absolut fehlerlos
machen muss und es auch tut: Peter, unser
Busfahrer, der uns jedes Mal (und zum Ende hin
öfters Haching-Grassau und zurück) sicher an
unser Ziel gebracht hat.
Ganz zum Schluss
möchte ich aber den wenigen Menschen danken, die
mich zu meiner schrecklichsten Zeit in dieser
Saison wieder aufgebaut haben! Ich möchte sie
hier nicht namentlich nennen, aber wenn sie
dieses lesen, wissen sie schon, dass sie mit
diesen Zeilen gemeint sind!
Also, dann wünsche
ich Euch viel Spaß bei der Überbrückung der
fußballfreien Zeit mit der Fussball-WM und
hoffe, Euch am 2. Juli zum Trainingsstart im
Sportpark begrüßen zu können!
Mit sportlichen
Grüssen
Euer Philipp
P.S.: Mein
persönlicher Gruß geht heute an alle
Gladbach-Fans und besonders an Kevin!
...hiermit habe ich mein Versprechen
gehalten....
Kolumne - 07.04.2006:
Hallo Fans,
nach langer Zeit melde ich mich wieder und wende
mich an Euch. Beginnen möchte ich mit einem
Rückblick auf die vergangene Rückrunde, welche erst
so begonnen hat wie die Hinrunde aufgehört hat, und
zwar mit soliden Heimspielen und dem ein oder
anderen Auswärtserfolg. Gerade die begeisternden
Heimspiele haben wieder mehr Leute in den Sportpark
gelockt wie selten zuvor. Daß die letzten beiden
Heimspiele gegen Cottbus und Rostock nicht gerade
„das Gelbe vom Ei“ und keine Werbung für den
Sportpark waren, das wissen wir auch. Darum ist es
umso ungünstiger, dass wir uns das Super- Feedback
unserer Zuschauer verspielt haben. Klar, zu diesen
Heimspielen war auch Kaiserwetter, aber man hat
gemerkt, daß die Fußballfans wieder gerne nach
Haching ins Stadion kommen. Da wären wir beim
nächsten Thema: Wetter. Es ist jetzt mittlerweile
fast fünf Monate her, dass wir regelmäßig auf Rasen
trainieren konnten, da der Winter uns und vor allem
unsere Platzwarte ziemlich in Schach hielt. Leider
macht sich das auch irgendwann in unserer
Trainingsarbeit bemerkbar. Der teils stumpfe und
hart(e) (gefrorene) Kunstrasen lässt einfach manche
Übungen (wie zum Beispiel Zweikämpfe) wegen hoher
Verletzungsgefahr nicht zu. Ich möchte unser
derzeitiges schlechtes Abschneiden nicht am
Kunstrasen festmachen, jedoch ist es ein großer
Faktor! Ein anderer Faktor ist vielleicht, daß uns
der nötige Respekt zur Sache ein bisschen fehlt.
Konkret will ich damit sagen: der Respekt vor der
Situation. Einerseits kann man sagen: „Drei Punkte
aus den letzten sechs Spielen ist doch kein
Problem“. So in etwa hatten sich die Trierer das
letzte Saison wohl auch gesagt und sind dann zur
ihrer eigenen Überraschung wegen einem weniger
geschossenen Tor abgestiegen. Und noch eins
hinterher, man darf nicht glauben, daß die
Mannschaften hinter uns nicht mehr punkten oder
nicht in einen positiven Lauf kommen könnten, so wie
wir ihn hatten. Natürlich wäre mit einem Sieg das
Ziel erreicht, aber den müssen wir uns wieder in der
Vorbereitung verdienen. Darum heißt es, sich aufs
Neue optimal auf das Auswärtsspiel in Fürth
vorzubereiten, denn dann können uns nicht einmal so
schwache Schiedsrichter wie zuletzt stoppen! Ich
hoffe nur, und da spreche ich für die ganze
Mannschaft, daß wir mit der tollen Unterstützung
rechnen können wie in den letzten Jahren bei Spielen
in Fürth. Sicherlich war das Spiel in Ahlen keine
Empfehlung, zu einem Auswärtsspiel der „Hachinger“
zu fahren, aber gerade in der Zeit, in der es nicht
so läuft, brauchen wir die Fans. Also, auf geht’s
nach Fürth am Sonntag, und dann tun wir alles, um
zusammen Punkte mit nach Unterhaching zu nehmen!
Bis dahin mit sportlichen Grüßen
Philipp
P.S.: Noch etwas in eigener Sache: Ich möchte mich
noch für das rege Interesse der Zuschauer und für
die Zusammenarbeit aller Beteiligten im WM-Globus am
letzten Montag vor einer Woche bedanken!
Kolumne - 22.12.2005:
Hallo Fans,
wie versprochen, wende ich mich noch einmal an Euch
vor der Winterpause. Ein turbulentes Kalenderjahr
geht vorbei, und ich möchte ein kleines Fazit
ziehen. In Sachen Verletzungen hatte ich wahrlich
kein Glück: erst einen angebrochenen Daumen und
danach einen doppelten Bänderriss. Zum Glück und mit
hohem Aufwand seitens unserer medizinischen
Abteilung, konnte ich dennoch die Runde erfolgreich
(Klassenerhalt) -und ohne ein Minute gefehlt zu
haben- beenden. Diese Saison wird das wohl nichts,
aber so traumatisch die Hinrunde auch war, so muss
ich auch sagen, dass ich dadurch sehr viel
dazugelernt habe. Zu schildern, wie das im Einzelnen
aussieht, würde den Rahmen sprengen und gehört zu
diesem Zeitpunkt hier auch nicht hin. Nun zum
Sportlichen....... Leider konnten wir die letzten
Spiele nicht so gestalten, wie von manchen erhofft,
aber ein sensationeller Endspurt in der Ligahinrunde
hat auch seinen Preis! Der aufmerksame Zuschauer hat
gesehen, dass wir unser körperintensives Spiel nicht
mehr so durchdrücken konnten wie zuvor. Viele
Spieler mussten physisch an ihre Grenzen gehen, um
diese beispiellose Erfolgsserie zu spielen, und wir
konnten gerade in Bielefeld dem Gegner den Stempel
nicht mehr aufdrücken. Das Glück hatte uns
schließlich auch noch verlassen, und bei mir kam
auch noch das Pech hinzu (2. Tor in Bielefeld).
Verdient sind wir aus dem Pokal ausgeschieden und
können uns nun auch ganz und gar auf den
Abstiegskampf konzentrieren, bei dem es in jedem
einzelnen Spiel um alles gehen wird! Darum war der
Sieg im letzten Heimspiel auch so wichtig, weil das
unsere Aufgabe um drei Punkte leichter macht. Auch
wenn es nicht gerade ein Sieg war à la „Derby in der
Arena“ , habe ich mich gerne mit unseren Gönnern,
Freunden und vor allem mit den Fans über diese
„glanzlosen“ Punkte gefreut! Da bin ich auch schon
bei denen, bei denen ich mich am meisten bedanken
möchte: den Fans. Auch in schweren Zeiten wussten
wir bzw. wusste ich sie hinter mir, das macht
einiges um vieles einfacher! Besonders danke ich den
Fans, die uns auf die Auswärtsspiele begleiten, uns
nicht alleine lassen, wenn wir in fremden Stadien um
Punkte kämpfen und uns trotz Sauwetter (z.B.
Dresden) oder Niederlagen (gab´s auswärts genügend)
feiern.
Natürlich möchte ich Euch Fans und Lesern meiner
Homepage wie immer, wenn es Mitte Dezember geworden
ist, eine gemütliche Weihnachtszeit und einen guten
Start ins Neue Jahr wünschen! Ich persönlich werde
die Winterpause nicht in München verbringen, um ganz
vom Fußball und dem Drumherum abzuschalten. Am 2.
Januar beginnt dann wieder die Vorbereitung auf die
Rückrunde mit Laktattest, Konditionsarbeit,
Trainingslager usw.... Bis dahin, hoffe ich, kommt
Ihr gut über die fußballfreie Zeit !
Zum Schluss möchte ich diesmal eine Frage aus dem
Gästebuch beantworten, in der es darum ging, ob ich
schon mal eine gelbe oder rote Karte „zu sehen“
hatte. Eine gelbe Karte ist für ein Torwart nichts
Ungewöhnliches (z.B. Zeitspiel), aber eine rote
Karte habe ich, seitdem ich Fußball spiele, noch nie
bekommen. Ich war auch nie in der Situation, in der
ich eine rote Karte riskiert hätte ...oder durch
Glück keine bekommen habe. Ich hoffe, ich konnte
diese Frage zur Zufriedenheit beantworten und
verabschiede mich mit weihnachtlichen Grüssen.
Euer
Philipp
Kolumne - 08.12.2005: Eine Rechnung ging
auf
Hallo Fans,
ich hatte mir vorgenommen, dass ich mich erst wieder
bei euch melde, wenn wir unsere 20 Punkte
zusammenhaben... dass es doch schon zu diesem
Zeitpunkt der Fall sein würde, hätte ich, und wohl
auch so mancher Pessimist, nicht gedacht. Mit vier
Siegen und den daraus folgenden 12 Punkten mehr sind
wir wohl etwa bei der halben Miete für den
Klassenerhalt. Wichtig dabei (..und ich denke, da
werden mir wohl nicht alle Fans zustimmen ;-) war
der Auswärtssieg in Dresden. Ein klassisches 6
Punkte-Spiel, welches wir fast nach einer 1:0
Führung noch verloren hätten. Nicht nur das
wunderschöne und so wertvolle Tor von Carsten
Strässer vor der Pause war absolut positiv, sondern
viel mehr, dass sich das komplette Team gegen eine
Niederlage unter schwierigen Bedingungen mit allem,
was sie hatte, gewehrt hat. Hätten wir eine Woche
später gegen die Kickers aus Offenbach verloren,
wäre dieser Aufwand bei Dynamo umsonst gewesen. Wie
jeder weiß, war dies nicht so, und wir konnten uns
ein wenig Luft verschaffen. Wenn ich über die
letzten Spiele spreche, dann darf ich
selbstverständlich das Derby nicht vergessen.
Natürlich haben wir in einer großartigen Arena
gespielt, natürlich war es dazu noch ein Derby, und
alle Beteiligten waren heiß auf den Erfolg, aber im
Grunde sind es auch wichtige 3 Punkte für den
Klassenerhalt! Diese großartige Stimmung im Block
bzw. Blöcken der Hachingfans war wirklich
überwältigend und schwappte auch auf uns über. Dafür
möchte ich mich im Namen der Mannschaft bei Euch
bedanken! Man sieht aber am Beispiel vom letzten
Sonntag, dass es viel Potential auf und auch neben
dem Platz gibt, welches es dauerhaft zu wecken gilt.
Keiner erwartet am Sonntag mehrere tausend Fans im
Sportpark, und es wird wohl auch keine
Arena-Atmosphäre entstehen, aber es könnte sich
vielleicht ein positiver Trend entwickeln, der
wieder den Sportpark zu einer Festung werden lässt.
Das Spiel am Sonntag gegen Braunschweig wird trotz
oder vielleicht gerade wegen aller Derbyeuphorie mit
das schwerste für uns. Es erwartet uns eine
Mannschaft, die durch und durch super organisiert
und fähig ist, auswärts geschickt zu kontern. Die
Situation stellt sich so wie nach dem Sieg in
Dresden dar: Wenn wir das darauf folgende Heimspiel
nicht gewinnen, war der große Auswärtsaufwand
umsonst! Mit mehr als 20 Punkten könnte man noch
entspannter in die Winterpause gehen. Danach
bestreiten wir noch ein Hinrundenligaspiel, und dann
steht für uns und für den Verein die nächste große
Aufgabe auf dem Programm: Achtelfinale in Bielefeld.
Viele haben nach der Auslosung gemeint, dass wir
nicht gerade Losglück hatten, aber mein Ziel ist
Berlin und dazu müssen wir jeden schlagen. Klar, ein
Heimspiel gegen Bayern oder 1860 wäre attraktiver,
aber somit steigt auch die Herausforderung, dort zu
bestehen.
Also lasst uns doch versuchen, unser Potential oder
besser gesagt jenes des gesamten Vereins wieder zu
nutzen.....wir sehen uns im Stadion am Sonntag !..
und verbleibe bis dahin mit sportlichen Grüssen.
Euer
Philipp
Kolumne - 05.11.2005: Einfache Rechnung
Hallo Fans,
lange Zeit habe ich schon nichts mehr von mir hören
oder besser gesagt lesen lassen. Die letzten Wochen
war nicht nur für mich turbulent und schmerzvoll,
sondern für die ganze Mannschaft. Man kann sagen,
daß es nicht gerade rund lief für mich, und so
mancher Kritiker sich bestätigt fühlte, aber um die
genauen Hintergründe darzulegen, ist es nicht gerade
vorteilhaft, das in der Öffentlichkeit breit zu
treten. So etwas muss mannschaftsintern bleiben und
mannschaftsintern gelöst werden. Anders jedoch sieht
es da mit der Berichterstattung aus. Hier werden
Unwahrheiten erzählt ,wie z.B. dass ich mich in
Freiburg nicht einem Fernsehinterview stellen
wollte, man wird u.a. falsch zitiert bzw. so
genannte Fakten werden „dazugebastelt“.
Normalerweise ist das für mich kein Problem, jedoch
wenn ich dadurch Probleme bekomme, muß man das
ansprechen. Ich bin der Meinung, dass jeder Fan die
Wahrheit wissen sollte, und ich werde mein
möglichstes tun, diese darzulegen.
Die Niederlage in Karlsruhe war freilich sehr
niederschmetternd, aber was ich Freiburg erlebt
habe, war wie ein Albtraum, der mit Worten gar nicht
zu fassen ist… mein Bock, der einfach „sausch....“
war, sowie die Auswechslung in der Halbzeit. Alles
was danach war, musste ich so schnell es ging
verarbeiten und ist zum größten Teil auch schon
wieder vergessen. Eines werde ich aber nie
vergessen, und zwar den Zuspruch und die
Aufmunterungen vieler Hachingfans. Dazu kommt noch -
wenn ich mich an die tolle Stimmung hinter meinem
Tor im letzten Ligaheimspiel erinnere -, dass es
sich schon allein für diese Fans lohnt, alles für
den Klassenerhalt zu geben. Zum Glück konnten wir
das schon gleich zu Beginn den Fans mit einem Tor
zurückgeben! Der Sieg gegen die Ahlener war
insgesamt verdient und sehr wichtig! Jedoch darf man
diesen Sieg sowie das Weiterkommen im Pokal gegen
Saarbrücken nicht überbewerten. Es ist natürlich
eine sehr gute Sache, dass wir nun im Achtelfinale
des Pokals stehen, und dem Verein spült das zudem
ein wenig Geld in die Kasse. Leider hatten wir mit
der Auslosung nicht so das Glück, das wir uns
erhofft hatten. Mit der Arminia aus Bielefeld haben
wir einen schweren Auswärtsgegner, der sich auch
gerade noch in der Liga im Aufwind befindet. Der
Pokal hat, wie der Volksmund sagt, seine eigenen
Gesetze, und warum sollten wir nicht mit einem
bisschen Glück und dem Fußballgott auf unserer Seite
weiterkommen! Mein Ziel und mein Traum ist und
bleibt jedoch nicht das Weiterkommen, sondern das
Endspiel! Ganz gleich, ob wir in Haching von vielen
in Deutschland belächelt werden. Das ist aber alles
erst einmal Zukunftsmusik, und es gilt vorrangig, in
der Liga die nötigen Punkte zu holen. Die Rechnung
ist einfach: Wir benötigen noch vier Siege, um bis
zum Winter unser Soll zu erfüllen! Leider mussten
wir in Rostock wieder eine unglückliche Niederlage
einstecken, obwohl wir nach Rückstand und
anfänglichen Problemen ausgleichen und sogar in
Führung gehen konnten. Ob nun der letzte
Gegentreffer ein kurzer Rückpass war, ich mir den
Ball habe abnehmen lassen oder viel eher der
gegnerische Stürmer sich zum wiederholten Male mit
einem rüden Foul durchsetzte, war im eigentlich
nicht ausschlaggebend. Was das Rückspiel betrifft:
Man trifft sich im Leben immer zweimal …und das
spätestens zur Rückrunde im Sportpark. Nach dieser
Auswärtsniederlage müssen wir uns intensiv auf das
nächste Heimspiel vorbereiten, um den ersten von
vier notwendigen Siegen einzufahren. Ich bin
überzeugt, dass jeder, der sich mit dem Verein
identifiziert, nun den Ernst der Lage erkannt hat,
und dadurch auch das Stadion, (was zumindest unseren
Fanblock angeht) sehr gut besucht sein wird. Ich
freue mich auf Sonntag und auf ein Wiedersehen!
Mit sportlichen Grüssen
Philipp
Kolumne - 08.09.2005:
Hallo Fans,
lang ist es her, dass ihr von mir gehört habt,
jedoch wollte ich den Saisonstart abwarten und nach
dem „Tag der offenen Tür“ ein kleine Bilanz ziehen.
Nach einer eher schwierigen Vorbereitung für mich
war das erste Spiel gegen Paderborn doch eine eher
positive Geschichte. Man sieht dabei aber auch, dass
Fußball ein Tagesgeschäft ist, wenn man das Spiel in
Siegen betrachtet. Jedes Wochenende gilt es sich zu
beweisen und seine Leistungen zu bestätigen.
Andererseits ist es auch eine Chance, die man Woche
für Woche bekommt, wie das darauf folgende Spiel im
DFB-Pokal bei Holstein Kiel gezeigt hat. Es hat
verdeutlicht, dass wir auch auswärts bestehen und
unser Spiel clever und erfolgreich durchziehen
können. Leider hat es dann beim letzten Heimspiel
gegen Aachen nicht so geklappt, wie wir uns alle das
so vorgestellt hatten, obwohl es anfangs bzw. in den
ersten 60 Minuten sehr gut funktioniert hat.
Ich möchte hier noch mal auf den letzten Sonntag
zurückkommen, der mich sehr positiv überrascht hat.
Wenn man bedenkt, mit welchen
Konkurrenzveranstaltungen der „Tag der offenen Tür“
zu kämpfen hatte, war der Zulauf der Fans und Gönner
des Vereins doch recht hoch. Ich hatte auch die
Möglichkeit, mit vielen Fans zu sprechen und kann
sagen, dass wir als Mannschaft die Fans hinter uns
wissen. Ganz klar hatten sich auch alle einen
besseren Start vorgestellt, aber es gilt jetzt nach
vorne zu schauen, und das geht effektiver mit dem
Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft, des Vereins
und der Fans. Schon beim nächsten Spiel bei Wacker
Burghausen bietet sich wieder eine neue Chance, ein
Stück weiter Richtung Klassenerhalt zu kommen. Wie
ich am Sonntag schon mitbekommen habe, werden viele
Fans uns nach Burghausen begleiten und unterstützen.
Also auf geht’s, und vielleicht können wir nach
einem Auswärtserfolg dann zuhause im Sportpark gegen
Aue eine kleine Serie starten!
Mit sportlichen Grüssen
Philipp
Kolumne - 24.07.2005:
Bericht aus Grassau - Teil 2
Hallo Fans,
leider war es aus technischen Gründen nicht möglich,
täglich einen Bericht aus dem Trainingslager zu
übermitteln. Ich habe nun alles, was wir hier so
erlebt haben, in chronologischer Reihenfolge
aufgeschrieben und Euch zum Lesen nachgereicht.
Viel Spaß beim Lesen!
Dienstag
Tag 5 in Grassau und ca. zwei Drittel des
Trainingslagers sind geschafft. Ich möchte ´mal
einen kleinen Einblick in unseren Tagesablauf geben.
An jedem zweiten Tag, und wenn es der Trainingsplan
erlaubt, treffen sich die Torhüter morgens um 7 Uhr
zum „aktiven Erwachen“ auf dem Fahrrad. Ein lockeres
Fahren von 40 Min. bringt den Kreislauf schon mal in
Schwung. Zwischen 8 Uhr und 8:30 Uhr ist der
Zeitraum, in dem sich die Mannschaft zum gemeinsamen
Frühstück einfindet, bevor es dann um 10 Uhr zum
ersten Training geht. Die Einheiten dauern dann in
der Regel zwei Stunden, so dass wir bis 13 Uhr zum
Mittagessen kommen. Vor dem zweiten Training um
16:30 Uhr ist erst mal Ausruhen angesagt. Mein
Zimmerkollege Robert Lechleiter und ich verbringen
die Mittagspause meist im Halbschlaf vor der
Fernsehübertragung der Tour de France. 19:30 ist
Abendessen, und der darauf folgende Abend stand bis
jetzt immer zur freien Verfügung. Viele nutzen die
Zeit für Körperpflege bzw. Massage oder unsere
„bayerische Fraktion“ zum Beispiel traf sich zum
Kartenspielen.
Mittwoch
Heute hatten wir dann unseren gewünschten guten Test
gegen den ehemaligen tschechischen Meister. Leider
war die Vorbereitung nicht so wie gewünscht, da ein
Stau auf dem Weg zum Spiel uns erst eine halbe
Stunde vor Anpfiff am Spielort ankommen ließ. Nach
ersten Schwierigkeiten sind wir aber doch nach etwa
15 Minuten gut ins Spiel gekommen und konnten uns
nach und nach vom massiven Druck der Tschechen
befreien. Folglich kamen wir zu guten Chancen und
wurden dann auch mit der Führung belohnt. Durch
einen sehr fragwürdigen Elfmeter wurden wir dann
aber doch um den verdienten Lohn gebracht. Um
halbzehn Uhr abends waren wir dann wieder im
Mannschaftshotel... schnell essen und dann schnell
ins Bett kommen war dann angesagt. Das Spiel hat
zweifellos gezeigt, welches Potential in dieser
Mannschaft stecken kann. Es lässt mich
zuversichtlich in die weitere Vorbereitung blicken!
Donnerstag
Noch drei Tage verbringen wir in Grassau, und heute
steht unser erster freier Nachmittag an, bloß davor
war noch ´mal für alle um 10 Uhr Training angesagt.
Man merkt so langsam, daß jedem die bisher 7
Trainingslagertage in den Beinen stecken und daß der
freie Nachmittag nun für jeden notwendig ist, um
morgen wieder voll anzugreifen! Ich habe den
Nachmittag mit einer Zeitung am hoteleigenen Pool
verbracht und konnte halbwegs meine Akkus wieder
aufladen. Morgen früh geht’s dann für mich wieder um
7 Uhr raus (oder besser gesagt in den Fitnessraum)
aufs Fahrrad. Das Spiel gegen die Achental-Auswahl
werde ich morgen vom Trainingsplatz aus beobachten
dürfen.
Freitag
Der vorletzte Tag brachte noch einmal ein Spiel
gegen eine Auswahl aus dem Achental (die Region, in
der wir derzeit „residieren“). Wie gewohnt standen
wir um zehn Uhr für das Training am Platz, und durch
den freien Nachmittag gestern wurde das Training
nochmals verschärft. Das Spiel heute um 18 Uhr steht
unter einen gemeinnützigen Stern. Die Einnahmen
sollen zur Restaurierung der örtlichen Kirche in
Grassau dienen. Für mich ist am heutigen Nachmittag
Einzeltraining im Sand vorgesehen, und so werde ich
wohl wenig vom Spiel mitbekommen. Ich hoffe aber,
daß wir das Spiel trotz schwerer Beine und einem
anstrengenden Lager nutzen können, um die ein oder
anderen Tore schießen zu können bzw. den zahlenden
Zuschauern eine gute Vorstellung zu liefern.
Samstag
Das Trainingslager nimmt heute sein Ende, und ich
denke, alle sind nun froh, es geschafft zu haben.
Das gestrige Spiel gegen die Achental-Auswahl wurde
standesgemäß mit 15:0 gewonnen und spülte
hoffentlich ein paar Euro in die Gemeindekasse
Grassaus. Robert Lechleiter war bester Torschütze
und erzielte ein Drittel aller Tore. Die letzte
Einheit wurde noch absolviert, und um zwei Uhr
ging´s dann auch schon zurück Richtung Sportpark
Unterhaching. Die Mannschaft trifft sich nun am
Montag wieder zur nächsten Übungseinheit.
Abschließend kann man zusammenfassen, dass sich
jeder in diesem Trainingslager weiterentwickeln und
sich das Team ein Stück mehr zusammenfinden konnte.
Was mich angeht, bin ich im Grossen und Ganzen
zufrieden mit meinen Ergebnissen aus dem
Trainingslager, - ich konnte mir nach anfänglichen
Schwierigkeiten eine Fitness erarbeiten, auf der ich
gut aufbauen kann. Die nächsten zwei Wochen werden
wir nun an den Feinheiten arbeiten, um dann auf den
Punkt, sprich gegen Paderborn, top in Form zu sein.
Es grüßt Euch Philipp
Kolumne - 18.07.2005:
Bericht aus Grassau
Hallo Fans,
wie schon versprochen melde ich mich bei euch aus
dem Trainingslager in Grassau. Seit Freitagmorgen
also haben wir im wunderschönen Astron-Sporthotel
unsere Zelte aufgeschlagen, um uns auf eine schwere
Saison vorzubereiten. Unser Betreuer und gute Seele
des Teams Wolfgang „Wolfi“ Binderberger feierte an
diesem Tag auch noch seinen 49.Geburtstag.
Herzlichen Glückwunsch und viel Gesundheit nochmal
an dieser Stelle! Vom ersten Tag an wird sofort in
die Vollen gegangen und unser Trainer Harry
Deutinger lässt, wie zu erwarten, zweimal am Tag zum
Training bitten. Die junge Mannschaft zieht super
mit und die konzentrierte und doch lockere
Atmosphäre lässt uns sehr gut arbeiten. Ich möchte
mich auch gleich im „Namen der Mannschaft“ bei den
Verantwortlichen und Helfern das ASV Grassau für die
optimalen Trainingsbedingungen bedanken. Vielen von
uns sind ja die vielen Kurztrainingslager Ende der
Rückrunde noch bekannt und so wird man täglich daran
erinnert oder besser gesagt daran ermahnt, es dieses
Jahr gar nicht so weit kommen zu lassen, den so
genannten Geist von Grassau beschwören zu müssen.
Der erste Eindruck ist aber durchaus positiv, was
das Spiel gegen Sparta Prag gezeigt hat. Natürlich
gilt es immer noch im Fitnessbereich zu arbeiten,
aber im Laufe der Woche wird nach und nach auch an
der Taktik gefeilt. Am Mittwoch steht auch schon der
nächste gute Test auf dem Programm. Mit Banik Ostrau
wird uns eine Mannschaft erwarten die uns alles
abverlangen wird und man wird sehen ob wir trotz
schwerer Beine eine akzeptable Leistung abliefern
können. Bis dahin verbleibe ich mit sportlichen
Grüssen und melde mich wieder nach dem Testspiel bei
euch!
Philipp
Kolumne - 01.06.2005:
Saisonabschluss
Hallo Fans,
Zum letzten Mal
in dieser Saison schreibe ich an Euch meine Sicht
der Dinge. Ich möchte eingangs ein bisschen auf die
vergangenen Monate zurückblicken. Mit einer großen
Kraftanstrengung und taktischer Disziplin konnten
wir einen Endspurt hinlegen, der uns allen,
Mannschaft wie Fans, einen positiven Abschluss
gebracht hat. Dass es doch so ausgehen würde, konnte
man wahrlich nicht erwarten nach jener eher
problematischen Hinrunde. Bei unseren
Formschwankungen in der Rückrunde überwiegten dann
aber gerade zum Schluss unsere Höhen mit wichtigen
Siegen und einer stabilen Abwehr. Dopingfall hin
oder her, es war das Beste, sportlich die Klasse zu
halten, um allen Diskussionen aus dem Weg zu gehen.
Dennoch muß ich hinzufügen, daß jedes andere Urteil,
sprich ein Wiederholungsspiel in Erfurt oder mildere
Strafen, eine Tür für Dopingsünder hätte aufstossen
können! Diese muss unbedingt zugehalten werden, um
den Sport auch im allgemeinen fair und sauber zu
erhalten. Was mich angeht, bin ich froh, meine zwei
Hauptziele erreicht zu haben. Als erstes wollte ich
mit Haching nicht absteigen, und das zweite war, so
gesund zu bleiben, dass ich alle Spiele machen kann.
Letzteres gestaltete sich schwierig mit einem
angebrochenen Daumen und zwei gerissenen Bändern.
Heute wurde noch einmal getestet, ob eine Operation
nun notwendig sei. Zum Glück ist es das nicht, und
ich kann meine Blessuren auf gutem Wege auskurieren.
Um das Thema abzuschliessen, möchte ich noch ein Lob
an alle Beteiligten richten, die für die Mannschaft
alles gegeben haben, die mit dem Verein gelitten
haben oder sich in welcher Form auch immer für die
Sache „Klassenerhalt“ eingesetzt haben!
Nun kann man in
die Zukunft schauen und spekulieren, wie die nächste
Saison oder zunächst die neue Truppe aussehen wird.
Mit unseren Abgängen verlieren wir natürlich
Leistungsträger und erfahrene Spieler, die es erst
einmal zu kompensieren gilt. Es steht jedoch fest,
dass wir durch diesen „Schnitt“ etwas Neues und
Großes aufbauen könnten. Mit einer hungrigen
Mannschaft und einem hungrigen Trainer, und das ist
Harry Deutinger auf alle Fälle, kann man etwas
schaffen, was den Zuschauern und Fans Freude bringt.
Diese Freude setzt den Schweiß voraus, den alle
erbringen müssen, sprich: alle Verantwortlichen und
in erster Linie die Mannschaft müssen für das
„Ganze“ arbeiten. Nur wenn das klappt und wir als
großes Kollektiv zusammenfinden, wird man an alte
großartige Zeiten im Sportpark anknüpfen. Ich freue
mich schon jetzt auf diese große Aufgabe in der
kommenden Saison! …Aber in naher Zukunft freue ich
mich erst einmal auf meinen Urlaub im Norden
Deutschlands, wo ich wieder Kraft für die kommende
Saison tanken kann.
Zu guter Letzt
möchte ich noch einmal auf das Gästebuch kommen.
Sicherlich können alle, die mir was sagen möchten
oder Anregungen zu meiner Webseite haben, etwas ins
Gästebuch schreiben. Es soll aber auch als ein
gewisses Forum für unsere Haching-Anhänger dienen,
um über aktuelle Themen zu diskutieren. Soweit es
meine Zeit zulässt, lese ich in meinem Gästebuch um
zu erfahren, welche Themen die Fans bewegen.
Also dann hoffe
ich, Ihr kommt gut über die fußballfreie Zeit, und
wünsche Euch bis dahin alles Gute!
Euer Philipp
Kolumne - 09.04.2005:
Verantwortung und Identifikation im (Um)Feld
Hallo Fans,
zuerst möchte ich mich entschuldigen, dass ich so
lange auf meine Kolumne habe warten lassen, doch der
aktuelle Anlass sprich meine Verletzung verhinderte,
Euch früher zu schreiben. Ich habe mich sehr über
die Reaktionen und vielen Genesungswünsche gefreut!
Jedoch nun zum Sportlichen: Die Lage in der Liga ist
zu vergleichen mit der vor dem letzten Heimspiel der
Hinrunde gegen Rot-Weiß Essen. Wir stehen -bildlich
gesagt- mit dem Rücken zur Wand und müssen uns
dagegen wehren, erdrückt zu werden. Nur ein Punkt
aus den letzen Spielen ist sehr mager, um (seine)
Ziele zu erreichen, was sich prompt auf die
Tabellensituation auswirkt. Dass die Mannschaft in
der Lage ist, mehr aus ihren Möglichkeiten zu
machen, auch wenn man unter Druck ist, steht außer
Frage und wurde schon oft genug unter Beweis
gestellt (siehe Essen). Die derzeitige Umsetzung
zeichnet aber jedem noch so optimistischen
Hachingfan Sorgenfalten ins Gesicht. Ich und meine
Mannschaft stehen in der Schuld, und es heißt
dringender als je zuvor, dass ich in der
Verantwortung stehe, die Zukunft des Vereins und der
Mannschaft positiv zu gestalten. Natürlich sind wir
die, die auf dem Platz stehen und die Punkte holen
müssen, doch gibt es auch jene, welche Einfluss auf
das Team ausüben. Wenn also das so genannte Umfeld,
damit meine ich alle, die in irgendeiner Art auch
immer bei den Spielen dabei sind bzw. „Fan“ sind,
hohe Ansprüche ans Team und an mich stellen, darf
ich auch hohe Ansprüche an alle Beteiligten stellen.
Ich verlange von mir selbst, von jedem einzelnen
Spieler und Verantwortlichen, sowie allen im weiten
Umfeld 100%ige Unterstützung und Identifikation mit
der Sache. Schuldzuweisungen und Schwarzmalerei sind
nun fehl am Platz, nur progressives Verhalten bringt
uns allen eine gute Zukunft. Das heißt: „Ich bin
verantwortlich, und ich möchte alles dafür tun, dass
mein Verein erfolgreich ist!“ Im Feld wie am Feld
und im Umfeld.
Natürlich möchte ich kurz auf meine Verletzung
eingehen. Leider hat mir in diesem Fall mein eigener
Ehrgeiz einen üblen Streich gespielt! Nach der
langen Busreise aus Cottbus und mit schweren Beinen
wollte ich mit einem Waldlauf zur Regeneration
meiner Muskulatur beitragen, um fit in eine harte
Trainingswoche (da spielfrei) zu starten. Leider
knickte ich unglücklich um, und nach längerer
Diagnostik mit Röntgen usw. stand der doppelte
Bänderriss fest. Das waren dann wirklich schöne
Ostern…, und das dickste Ei war an meinem Knöchel!
Mein fast unmögliches Ziel, wieder gegen Burghausen
im Tor zu stehen, wurde zwar viel belächelt, doch
jeder in der medizinischen Abteilung und in der
Physiotherapie hat alles dafür getan, um mich wieder
fit zu bekommen. Alle Beteiligten haben somit sehr
hart in dieser Sache gearbeitet, um dieses „Wunder“,
wie es genannt wurde, zu vollbringen. Vielen Dank an
dieser Stelle! Vier Tage vor diesem Spiel fing ich
an, erste Belastungstests mit meinem Torwarttrainer
zu machen, welche sehr gut verliefen, und so konnte
ich schon frühzeitig wieder ins Mannschaftstraining
einsteigen.
Mein besonderer Gruß geht diesmal an alle Leser, die
uns jeden noch so kleinen Fehler auf meiner Seite
mitteilen. Somit kann ich meine Seite verbessern und
schöner gestalten !
Viele Grüße
Euer Philipp
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